Unsere Brotprüfer

Die drei Sachverständigen des Brotinstituts sind in ganz Deutschland unterwegs. Sie nehmen die Produkte genau unter die Lupe und testen die Qualität anhand von festgelegten Kriterien.

Brottester Karl Ernst Schmalz

Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz

Karl-Ernst Schmalz ist seit 23 Jahren als Brotprüfer tätig. Er prüft Backwaren in Westfalen, Baden, im Rheinland und im Saarland sowie im gesamten Südwesten. Die Entfaltungsmöglichkeiten in diesem kreativen Beruf und der Kontakt mit Menschen haben ihn dazu motiviert, Brotprüfer zu werden.

Herr Schmalz, was gefällt Ihnen am Beruf des Brotprüfers?

Mir gefällt es, jeden Tag mit Menschen in Kontakt zu sein und Bäckereien dabei zu helfen, ihre Produkte zu verbessern. Die Arbeit mit den Verbrauchern, den Bäckern und der Presse ist immer wieder spannend. Ich bin nun seit über 20 Jahren in diesem Beruf tätig und habe die technische Entwicklung miterlebt: Früher haben wir alle Prüfungsergebnisse mit Stift und Papier aufgenommen und verwaltet. Dann kam irgendwann die Entwicklung zur EDV-basierten Lösung und so wurde unsere Arbeit nach und nach durch den Computer unterstützt. 

Welche Aufgaben umfasst die Arbeit als Brotprüfer?

Wir testen Brote, Brötchen und Stollen anhand verschiedener Kriterien und bewerten anschließend das Gesamtprodukt. Das Ziel dabei ist es, Bäckern bei der Verbesserung ihrer Produkte zu helfen und den Verbrauchern geprüfte Brotqualität zu gewährleisten. Wir werden auch häufig von Bäckereien aufgesucht, die beispielsweise Fertigprodukte aus ihrem Sortiment nehmen und Backwaren aus eigener Herstellung anbieten möchten. In solchen Fällen stehen wir beratend zur Seite. Über diese Aufgaben hinaus gebe ich auch Hygieneschulungen für Bäckereien. Darin werden Neuerungen und Entwicklungen vorgestellt und das Infektionsschutzgesetz besprochen.

Brottester Michael Isensee

Brotprüfer Michael Isensee

Michael Isensee ist bereits seit 20 Jahren als Brotprüfer in Nord- und Mitteldeutschland unterwegs. Er testet Brote, Brötchen und Stollen in Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Hessen. Nachdem er die Meisterprüfung im Bäckerhandwerk erfolgreich absolviert hatte, war er etwa fünf Jahre in einer Bäckerei tätig, bis er sich mit 28 Jahren als Prüfer beworben hat.

Herr Isensee, was gefällt Ihnen am Beruf des Brotprüfers?

Mir gefällt es, jeden Tag Kontakt zu neuen Leuten zu haben. Die Brotprüfungen finden meistens öffentlich statt, sodass Verbraucher direkt mitverfolgen können, wie wir die Brote prüfen. Doch wir stehen als Prüfer nicht nur im Kontakt zu den Verbrauchern, sondern vor allem im Kontakt mit den Bäckern. Wir helfen den Bäckern, ihre Produkte zu verbessern und Mängel in den Produktionsprozessen aufzudecken.

Warum ist Ihre Arbeit wichtig?

Unsere Arbeit als Brotprüfer ist deshalb wichtig, weil wir den Bäckern aus deren Betriebsblindheit helfen. Wir haben einen objektiven Blick auf die Produkte und können mit unseren Tipps direkten Einfluss nehmen. Wenn beispielsweise die Kruste eines Brotes zu hell und zu dünn ist, kann es sein, dass das dem Bäcker gar nicht mehr auffällt, weil er das Brot bereits seit Jahren so herstellt. Aber wenn wir ihm nun den Tipp geben, das Brot zehn Minuten länger auszubacken, wird er merken, dass es viel besser schmeckt.

Sie sind seit 20 Jahren Brotprüfer. Wird es da nicht irgendwann langweilig, jeden Tag Brot zu sehen und zu essen?

Nein, ganz und gar nicht. Brot ist ja schließlich nicht gleich Brot. Da ich in sehr vielen Regionen Deutschlands unterwegs bin, prüfe ich viele regionale Spezialitäten. Außerdem ist jedes Brot anders: Ein Roggenbrot in Sachsen schmeckt anders als eines in Bremen. Die Arbeit bleibt daher immer spannend und vielfältig.

Brottester Manfred Stiefel

Brotprüfer Manfred Stiefel

Manfred Stiefel testet seit sieben Jahren Brote, überwiegend in Bayern und Württemberg. Er ist gebürtiger Berliner und hat 2009 seine Heimat verlassen, um in Konstanz am Bodensee zu wohnen. Manfred Stiefel ist aus Überzeugung Bäcker und er hat sich berufsbegleitend stets für die Qualität von Backwaren interessiert.

Herr Stiefel, weshalb sind Sie Brotprüfer geworden?

Ich bin Brotprüfer, weil es mir Spaß macht, den Bäckern dabei zu helfen, die Qualität ihrer Brote und Backwaren zu verbessern. Die Bäcker sind für meine Tipps dankbar, und ich erhalte viele positive Rückmeldungen. Der fachliche Austausch mit Bäckern, der tägliche Kontakt mit den Verbrauchern und der Presse macht die Tätigkeit als Brotprüfer sehr abwechslungsreich. Der Beruf gefällt mir außerdem sehr gut, weil er zu meiner Lebenseinstellung passt, da ich auch über Brot hinaus an hochwertigen Lebensmitteln interessiert bin. Eine gesunde und bewusste Ernährung ist mir sehr wichtig.

Welche Aspekte gefallen Ihnen am Beruf des Brotprüfers?

Man steht als Brotprüfer nicht nur in engem Kontakt mit Bäckern, sondern auch mit Verbrauchern und der Presse. Auch diesen Teil der Arbeit finde ich sehr interessant und wichtig, um das Bäckerhandwerk in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Man agiert als Brotprüfer auch ein Stück weit als eine Art Aufklärer. Viele Kunden denken, dass Bäcker nur noch „aus der Tüte“ backen oder dass Weißbrot prinzipiell schlecht und ungesund ist. Ich kann durch meinen Beruf an dieser Stelle viel Aufklärungsarbeit leisten. Um die Prüfertätigkeit in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, sind der Kontakt und die Zusammenarbeit mit der Presse sehr wichtig.

Brotprüfungen

Das Deutsche Brotinstitut führt in ganz Deutschland Qualitätsprüfungen von Backwaren durch.

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So wird getestet

Unsere Sachverständigen prüfen deutschlandweit Brote, Brötchen und Stollen anhand verschiedener Kriterien.

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Die Brot-Test-App

Mit unserer App finden Sie geprüfte Brotqualität in Ihrer Nähe.

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